CyberSecurity für Entscheider*innen

Cyber Security: Grundlagen für Einsteiger einfach erklärt. 7 Begriffe, die  Entscheider*innen kennen sollten, um Sicherheitsrisiken und Investitionen besser zu bewerten.

Cyber Security für Entscheider*innen: Grundlagen einfach erklärt

7 Begriffe, die Sie heute verstanden haben sollten

Teil 1 unserer Cyber-Security-Reihe

17. Februar 2026 Cyber-Angriffe betreffen Geschäftsführung, Fachbereiche und alle Mitarbeitenden. Produktionsstillstand, Erpressung nach Datenlecks und Reputationsschäden sind reale Risiken.
Dieser Beitrag ist Teil 1 der Reihe Cyber Security für Entscheider*innen. Er erklärt sieben grundlegende Begriffe aus der Cyber Security, die für Entscheidungen in Unternehmen relevant sind.

Wer diese 7 Begriffe versteht, kann Sicherheitsentscheidungen fundierter treffen – und typische Fehler vermeiden.

Cyber Security für Entscheider*innen: 7 Grundbegriffe


1. Cyber Security / IT-Sicherheit – mehr als „Antivirus & Firewall“

Cyber Security umfasst alle Maßnahmen, um Systeme, Netzwerke und Daten vor Angriffen, Missbrauch und Ausfall zu schützen. Dazu gehören:

  • technische Schutzmechanismen (Firewalls, Endpoint-Security, Verschlüsselung)
  • Prozesse (Rechte- und Rollenkonzepte, Notfall- und Wiederanlaufpläne)
  • Schulung und Sensibilisierung der Mitarbeitenden

Relevante Managementfragen:

  • Welche Systeme sind geschäftskritisch?
  • Welche Daten sind besonders schützenswert?
  • Welche Ausfallzeiten sind tolerierbar?

Ohne diese Priorisierung bleibt jede Sicherheitsmaßnahme unscharf.

Ohne klare Business-Prioritäten wird jede Security-Maßnahme zum Blindflug.

2. Phishing – die häufigste Einfallstür

Phishing sind gefälschte E-Mails, Nachrichten oder Webseiten, die vertrauenswürdig erscheinen sollen (z. B. „IT-Abteilung“, „Bank“, „Paketdienst“). Ziel ist es, Zugangsdaten, Kreditkarteninformationen oder andere sensible Daten zu stehlen – oder die Nutzer:innen zum Klicken auf einen Schadlink zu bewegen.

Typische Merkmale:

  • erzeugte Dringlichkeit („Ihr Konto wird gesperrt“)
  • Aufforderung, auf Links zu klicken oder Anhänge zu öffnen
  • leicht verfälschte Absenderadressen oder URLs

Für Unternehmen ist Phishing eine der häufigsten Ursachen für Sicherheitsvorfälle. Technische Filter sind sinnvoll, reichen aber nicht aus. Notwendig sind strukturierte Awareness-Maßnahmen wie Cyber Security Trainings und Phishing-Simulationen. Mehr Info zum Thema finden Sie in unserem Blogpost: Cyberangriffe: Warum Phishing der unterschätzte Feind ist!

Cyber Security für Entscheider - 7 Basics

3. Social Engineering – der Vertrauensmissbrauch

Social Engineering ist die Manipulation von Menschen, um an Informationen oder Zugänge zu gelangen. Kanäle:

  • E-Mail
  • Telefon
  • Social Media
  • persönlicher Kontakt vor Ort

Beispiele:

  • Anruf eines vermeintlichen IT-Supports mit Passwortanfrage
  • Auftreten als externer Dienstleister, um Zugang zum Gebäude oder Netzwerk zu erhalten

Social Engineering nutzt Vertrauen und Hilfsbereitschaft. Einfache technische Maßnahmen reichen hier nicht. Unternehmen brauchen klare Prozesse zur Identitätsprüfung und regelmäßige Schulungen. Professionelle Sicherheit setzt daher immer auf die Kombination aus Technik + Prozesse + Mensch.

Menschen sind nicht das „größte Risiko“, sondern der wichtigste Sicherheitsfaktor – wenn sie vorbereitet sind.

4. Malware und Ransomware – wenn Systeme plötzlich stillstehen

Malware („malicious software“) ist ein Sammelbegriff für schädliche Software:

  • Viren
  • Trojaner
  • Spyware
  • Ransomware

Ransomware verschlüsselt Daten oder ganze Systeme und fordert Lösegeld für die Entschlüsselung.

Typische Folgen eines Ransomware-Angriffs:

  • Produktions- oder Dienstleistungsstillstand
  • Ausfall kritischer Anwendungen
  • Verlust oder Veröffentlichung sensibler Daten
  • erhebliche Wiederherstellungs- und Kommunikationskosten

Die Wahrscheinlichkeit eines Angriffs ist nicht null. Relevante Frage ist die Widerstandsfähigkeit des Unternehmens: Prävention, Erkennung, Reaktion, Wiederanlauf.

Checkfrage: Könnten Sie heute seriös beantworten, wie lange Ihr Unternehmen nach einem Angriff arbeitsfähig bleiben würde?

5. Passwortsicherheit – die Basis, die oft unterschätzt wird

Passwörter sind trotz neuer Verfahren in vielen Systemen weiterhin die erste Authentifizierungsschicht.

Übliche Schwachpunkte:

  • kurze oder triviale Passwörter
  • Wiederverwendung desselben Passworts für verschiedene Dienste
  • gemeinsame  Nutzung von Accounts im Team

Empfehlungen:

  • lange, merkbare Passphrasen besser als kurze Passwörter
  • ein einzigartiges Passwort pro System/Konto
  • Einsatz eines Passwort-Managers
  • definierte Passwort-Richtlinien und deren Durchsetzung im Unternehmen

Passwortsicherheit gehört zu den kostengünstigsten Maßnahmen – mit sehr hoher Wirkung.

Wir empfehlen die Einführung von 2-Faktor- noch besser einer Multi-Faktor-Authentifizierung.

6. Zwei-Faktor-Authentifizierung (2FA/MFA) – ein zusätzlicher Schutzlayer

Bei Zwei- oder Multi-Faktor-Authentifizierung reicht ein Passwort nicht aus. Zugang wird erst nach Nachweis mindestens zweier Faktoren gewährt:

  • Wissen (Passwort, PIN)
  • Besitz (Smartphone, Hardware-Token)
  • Biometrie (Fingerabdruck, Gesichtserkennung)

2FA reduziert das Risiko bei kompromittierten Passwörtern deutlich. Selbst wenn Angreifer ein Passwort erbeuten (z. B. durch Phishing), scheitern sie oft an der zweiten Hürde. Für kritische Systeme – etwa VPN, Admin-Accounts, Cloud-Dienste, E-Mail – sollte 2FA/MFA Standard sein.

Starten Sie mit 2FA mit besonders sensible Konten und weiten Sie den Einsatz schrittweise aus.

7. Backups – die Lebensversicherung Ihrer Daten

Backups sind Sicherheitskopien von Daten und Systemen. Sie sind Grundlage für die  Wiederherstellung nach:

  • Angriffen (z. B. Ransomware)
  • Hardware-Defekten
  • Bedienfehlern

Wesentliche Anforderungen:

  • regelmäßige, automatisierte Erstellung
  • mindestens eine vom Netzwerk getrennte Kopie (Offline- oder Offsite-Backup) – mindestens ein Backup sollte physisch und logisch getrennt vom Netzwerk liegen („Offline-Backup“). Z.B. im Brandfall oder eine Ransomware-Attacke
  • dokumentierte und getestete Wiederherstellungsprozesse – nur getestete Backups sind im Ernstfall etwas wert.

Backups bestimmen maßgeblich Wiederanlaufzeit und Datenverlust im Ernstfall.

Wann wurde zuletzt eine vollständige Wiederherstellung Ihrer IT getestet – und wie lange hat sie gedauert?

Backups sind ein zentraler Baustein der Resilienz – also der Fähigkeit, nach einem Angriff oder Ausfall schnell wieder arbeitsfähig zu sein.

Sie brauchen eine klare Entscheidungsgrundlage für Sicherheitsinvestitionen in Ihrem Unternehmen?
SYSTAG bewertet Ihre aktuelle Sicherheitslage und zeigt
priorisierte Maßnahmen auf.

Cyber Security Grundlagen einfach erkärt

Grundlagen verstehen, Risiken besser einschätzen

Dieser Beitrag legt Grundlagenbegriffe aus der Cyber Security für Einsteiger:innen, Entscheider:innen und Mitarbeitende in Unternehmen. Weitere Teile der Reihe vertiefen:

  • technische Schutzmechanismen (Firewall, VPN, Patch-Management, WLAN-Sicherheit)
  • Organisation & Prozesse (Incident Response, Breach Coaching, Umgang mit Datenlecks)
  • moderne Sicherheitskonzepte (Zero Trust, Security by Design)

Wie SYSTAG Sie unterstützt

systag ist IT-Dienstleister mit Fokus auf Security und Softwareentwicklung und betreibt ein nach ISO/IEC 27001 zertifiziertes Informationssicherheits-Managementsystem (ISMS).

  • Planung und Umsetzung standardkonformer Sicherheitskonzepte
  • Aufbau und Betrieb technischer Schutzmechanismen
  • Integration von Security in Entwicklungs- und Betriebsprozesse
  • Awareness-Maßnahmen für Mitarbeitende

Call-to-Action:
Möchten Sie wissen, wo Ihr Unternehmen heute in Sachen Cyber Security steht?
systag führt mit Ihnen einen strukturierten Security-Check durch – auf Wunsch orientiert an ISO/IEC 27001 – und zeigt konkrete, priorisierte Maßnahmen auf: verständlich, umsetzbar und auf Ihr Geschäft ausgerichtet.

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Franka Theis
Strategic Account Managerin Cyber Security

E-Mail: Franka.Theis@systag.com
Telefon: +49 7123 / 92 02 – 16

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