So schützen Sie Unternehmensdaten unterwegs
1. Mobile Endgeräte absichern
Mobile Endgeräte sind häufig der erste Angriffspunkt. Deshalb sollten Unternehmen sicherstellen, dass alle Laptops, Smartphones und Tablets zentral verwaltet und regelmäßig aktualisiert werden. Betriebssysteme, Browser und Anwendungen sollten automatisiert mit Sicherheitsupdates versorgt werden. Zusätzlich empfiehlt sich eine vollständige Festplattenverschlüsselung, damit gespeicherte Daten auch bei Verlust oder Diebstahl geschützt bleiben.
Ebenso wichtig sind automatische Bildschirmsperren, sichere Anmeldeverfahren sowie regelmäßige Backups. Moderne Endpoint-Management-Lösungen ermöglichen es außerdem, Geräte aus der Ferne zu sperren oder zu löschen.
Weiterführender Artikel: Mobile Endgeräte sicher verwalten – Best Practices für Unternehmen (geplant)
2. Benutzerkonten und Identitäten schützen
Viele erfolgreiche Cyberangriffe beginnen heute nicht mit einer technischen Schwachstelle, sondern mit kompromittierten Zugangsdaten. Deshalb reicht ein starkes Passwort allein längst nicht mehr aus.
Für alle geschäftskritischen Systeme ist es sinnvoll eine Multi-Faktor-Authentifizierung (MFA) verpflichtend einzusetzen. Moderne Verfahren wie Passkeys oder Hardware-Sicherheitsschlüssel erhöhen den Schutz zusätzlich und verbessern gleichzeitig den Bedienkomfort.
Wir empfehlen das Prinzip der minimalen Berechtigungen: Mitarbeitende erhalten nur Zugriff auf die Systeme und Daten, die sie tatsächlich für ihre Aufgaben benötigen. Das reduziert den potenziellen Schaden, falls ein Benutzerkonto kompromittiert wird.
3. Sichere Netzwerkverbindungen nutzen
Ob Hotel, Flughafen oder Café – öffentliche WLAN-Netze gehören zu den häufigsten Risiken beim mobilen Arbeiten. Nicht jedes Netzwerk ist vertrauenswürdig, und manipulierte Hotspots lassen sich oft nur schwer erkennen.
Klare Vorgaben für Mitarbeitende sind die Lösung:
- bevorzugt Mobilfunk oder persönliche Hotspots nutzen,
- öffentliche WLANs nur mit verschlüsselten Verbindungen verwenden,
- VPN-Lösungen für den sicheren Zugriff auf interne Systeme einsetzen,
- sensible Administrationsaufgaben möglichst nicht über öffentliche Netzwerke durchführen.
Praxis-Tipp: Ein VPN schützt die Datenübertragung, ersetzt jedoch keine weiteren Sicherheitsmaßnahmen wie MFA oder aktuelle Endgeräte.
4. Mitarbeitende als wichtigste Sicherheitsinstanz stärken
Technische Schutzmaßnahmen sind unverzichtbar – viele erfolgreiche Cyberangriffe beginnen mit einer menschlichen Fehlentscheidung. Phishing-E-Mails, Social Engineering oder manipulierte QR-Codes haben das Ziel Menschen zu täuschen.
Regelmäßige Awareness-Schulungen, realistische Phishing-Simulationen und klar definierte Meldewege helfen dabei, Risiken frühzeitig zu erkennen und richtig zu reagieren. Besonders wirksam sind kurze, kontinuierliche Lerneinheiten statt einmaliger Schulungen.
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5. Organisatorische Maßnahmen: Technik allein reicht nicht aus
Cyber Security ist keine reine IT-Aufgabe. Viele Sicherheitsvorfälle entstehen durch fehlende Prozesse oder unklare Verantwortlichkeiten. Gerade während der Urlaubszeit oder auf Geschäftsreisen sollten Unternehmen organisatorische Maßnahmen fest etablieren.
Klare Vertretungsregelungen
Vertretungen benötigen die richtigen Berechtigungen – aber nicht mehr als nötig. Kritische Freigaben, etwa für Zahlungen oder Änderungen an IT-Systemen, sollten grundsätzlich nach dem Vier-Augen-Prinzip erfolgen.
Notfallplan für verlorene Geräte
Jeder Mitarbeitende sollte wissen, wie bei Verlust oder Diebstahl eines Unternehmensgeräts vorzugehen ist:
- Vorfall sofort melden.
- Gerät aus der Ferne sperren oder löschen.
- Zugangsdaten zurücksetzen.
- Sicherheitsvorfall dokumentieren und bewerten.
Weiterführender Artikel:
Regelmäßige Überprüfung von Berechtigungen
Mitarbeitende wechseln Aufgaben, Teams oder Projekte. Daher sollten Zugriffsrechte regelmäßig überprüft und nicht mehr benötigte Berechtigungen konsequent entfernt werden.